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Hekate & Androktas |Berg Othrys – einstiges Heim der Titanen | 10.03.2017
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Die kleinen Kästchen hatten etwas an sich, dass den Krieger stutzen ließ. Er konnte es nicht benennen, nicht klar sagen was ihn daran störte, doch etwas schien hier nicht zu stimmen und so hatte er getan, was der einzig sinnvolle Weg war. Die Aufmerksamkeit Hekates darauf gelenkt und kaum das ihr Blick auf den Inhalt der kleinen Kästchen gefallen war, da fluchte sie zu Androktas Überraschung bevor sie ihn dazu antrieb zu gehen. Das war nicht gut … gar nicht!

Gerade hatte er sein Schwert gezogen, da war auch schon ein seltsames Geräusch aus dem Gang zu hören. Was auch immer da auf sie zukam, es waren mehr als nur ein oder zwei Angreifer. „Zombies … wie in diesem Walking was auch immer Mist?“ so bedrohlich der Zauber der ausgelöst worden war auch sein mochte, ein Stück weit war Androktas endlich wieder gänzlich in seinem Element. Kämpfen konnte er und was auch immer man ihm vor seine Schwerter trieb, er pflegte es ohnehin in kleine Häppchen zu zerteilen, Arme, Beine und Köpfe abschlagen war da also kein sonderlich großer Mehraufwand. Doch dann erscheinen auch schon die ersten Gestalten im Türrahmen und instinktiv ahnte er „Sie blute nicht … nicht wahr?“ das diese Zombies ein ganz anderes Kaliber waren. Ähnlich der Schattenwesen schienen sie einen Teil seiner Natur nicht anzusprechen und das war in aller Regel kein gutes Zeichen. Mit einer Hand den Dolch ziehend wandte er sich bereits den Wesen zu „Nimm ihn …“ wies er sie an, während er sich auch schon zwischen den Feind und die Göttin stellte. „Was auch immer du tust, lass dich von seiner Macht nicht verlocken … du bist nicht stark genug ihr zu widerstehen wenn du ihr einmal nachgibst.“ Es war keine leere Drohung. Androktas wusste wovon er sprach und wäre der Moment nicht so wie er war, er hätte den Dolch niemals in die Hände dieser Frau gegeben. Doch es war nötig und so tat er es bevor er sich auch schon mit seinem zweiten Schwert bewaffnete…

Der Kampf begann und obgleich ganze Körperteile zu Boden fliehen wollte er nicht enden. Als eines der Wesen sich ohne Beine an ihm vorbeirobbend auf Hekate zu bewegte da Fluchte Androktas lauthals „Wenn sie zu dir durchdringen … denke an den blutigsten Tag deines Leben, an den Geruch, den Geschmack … Nutze die Klinge erst wenn du das Blut schmeckst.“ Er konnte nichts vernichten, dass nicht im Leben verankert war und da diese Zombieverfluchten nicht bluteten konnte er sich nicht einmal aus ihrem Blutvergießen genug stärken um mit der vollen in ihm ruhenden Macht zu kämpfen.

(OCC ich lass es hier mal Enden um dir den Spaß nicht vollkommen aus der Hand zu nehmen … )
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Hekate starrte den Dolch in ihren Händen an, den ihr der Kriegsgott gegeben hatte. Warum vergaßen eigentlich immer alle, dass ihr Vater der Gott der Zerstörung war und auch sie selbst nicht unbedingt nur die brave Hausfrauenhexe von neben an war. Der Dolch schien in ihren Händen zu singen und nach ihr zu rufen und brach damit sämtliche Konzentration, die sie zuvor aufzubauen versucht hatte. Verdammt! Sie hatte ihre eigenen Waffen und Möglichkeiten und Perses würde sich nicht auf diese Art auf sie auswirken. Das hätte sie beschlossen. Sie mochte Blut von seinem Blut sein, aber damit hatte es sich auch schon. Ihr Vater war kein lieb voller Papi gewesen. Im Grunde hatte es ihn wenig gekümmert, dass er überhaupt eine Tochter hatte. Auch die Mutter dieser Tochter hatte ihn nur nebensächlich interessiert, bei all der Zerstörung, die es anzurichten galt. Jetzt war Hekates Mutter eine schwimmende Insel und ihr Vater saß im Tartaros.
Grimmig wandte sie sich von dem singenden lockenden Dolch ab und steckte ihn in ihren Gürtel, bevor sie die Hände über ihren Kopf hob und nach den Puppenspielerfäden suchte, die sich sonst bei Toten finden ließen.
Androktas hackte und metzelte vor sich hin und sprach auch mit ihr, aber Hekate war damit beschäftigt den Zauber zu umgehen, um selber Zugriff zu bekommen. Denn dann wäre der ganze Spuk schnell vorbei.
Kurz stellte sie fest, dass der Gott, der ihr zur Seite stand seine Sache zwar gut, aber nicht außergewöhnlich göttlich machte. Hatte das etwas mit der Frage zu tun, ob die Toten bluten würden?
Nur sekundär wichtig, entschied Hekate und ignorierte auch Diebin, die sich auf den näher kommenden Rumpf stürzte und diesen einfach fort schleuderte.
Hekate knirschte mit den Zähnen. Wer auch immer den Zauber gewirkt hatte, hatte seine Sache einerseits sehr gut gemacht und es anderseits total versaut. Denn wenn sie es richtig einschätzte, hätte es nicht zu dieser Art Zombies kommen sollen. Aber sie war die verdammt Göttin der Magie und der Nekromantie!
Also streckte sie ihre Magie aus und begann den Zauber aufzudröseln und gleichzeitig all ihre Macht über die Toten auf diese zu richten. Sie fand die Fäden und zerrte mit aller Macht an ihnen, um ihrer habhaft zu werden. Es war ein Kampf Zauber gegen Profession und Willensstärke spielte dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Hekate war schon immer willensstark gewesen und grinste nun bösartig, als die ersten Zombies sich umwandten und nun ihrerseits auf die Nachkommenden einschlugen. Es war ein eindrucksvoller Kampf. Kein Beißen und Zischen, sondern geschmeidige brutale Bewegungen gegeneinander gerichteter perfekt fern gesteuerter Krieger. Hekate Taten die Menschen nur ein bisschen leid, die sie mal gewesen waren.
Die Fäden zu ihren neuen Puppen fest in der Faust haltend, arbeitete sie nun mit aller Macht daran den Zauber zu brechen. Falls Tricks und brachiale Struckturen. Eine seltsame Kombination, aber da war die Lösung.
"Willst du noch ein bisschen mit den Puppen tanzen, oder hast du genug?", richtete sie sich an Androktas, dem das hier vielleicht sogar Spaß machte. Nur wirkte er wegen dem fehlenden Blut weit weniger erfreut, als anzunehmen gewesen wäre. Ihre Stimme hallte dabei von Macht wieder und sie bot einen gruseligen Anblick, so voller Magie und Macht über die Toten.
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Klingen glitten surrend durch die Luft, trafen auf festes Fleisch und harte Knochen, durchbrachen den Widerstand und machten sich erneut auf ihren todbringenden Weg. So oft Androktas auch auf eines dieser Wesen einschlug, so oft er Gliedmaßen von Körper abtrennte und die vorrückenden Wesen auf Abstand zu halten versuchte, es schien als würde er gegen einen Strom ankämpfen … sie kamen einfach immer wieder, mit jedem zerhackten Gegner schien ein neuer auf den Plan zu treten, der den Kampf weiterführen wollte. Verfluchte Zauberei!

Ein ums andere Mal drängte er gegen den Torbogen, der ihnen zumindest noch einen geringen Vorteil bot. Solange er verhindern konnte, dass mehr als eines dieser Wesen in den Raum drang, hatten sie noch eine Chance, gesetzt dem Fall irgendwann wären alle Zombies vernichtet oder Hekate würde diesem Spuck ein ende bereiten. Irgendwann war es nicht mehr nur Androktas der alles daran setzte diese Wesen von Hekate fern zu halten, auch ihr Hund bewies Mut und Geschick. Er stürzte sich auf jene Wesen, die Androktas sprichwörtlich zerhackt hatte und die nur noch kriechend am Boden vorankamen „Einer deiner berüchtigten Tricks wäre wirklich willkommen…“ keuchte er zwischen zwei harten Hieben, als sich zwei der Wesen auf ihn stürzten. Hekates Hund versuchte ebenso die Zombies wieder zurück zu drängen, aber über Kurz oder Lang würden sie ein Problem bekommen wenn sie nicht schleunigst einen spürbaren Vorteil erringen könnten. Würden diese Wesen Bluten könnte er seine Macht nutzen um eben diesen Vorteil zu erringen, aber so tief er auch schlug oder schnitt … kein Blut sickerte auf den staubigen Boden, diese Wesen schienen aus nichts als Fleisch und Knochen zu bestehen.

Dann jedoch merkte er etwas hinter sich. Was auch immer die Göttin tat, es entfaltete eine unglaubliche Macht, eine Macht die die Wesen zunächst noch angriffslustiger machte als sie es ohnehin schon waren und damit wurde der Kampf nur noch härter. Dann jedoch schien sich etwas zu verändern, einige der Wesen wandten sich um und begannen auf ihre Kameraden einzuschlagen. Etwas das so unerwartet kam, dass es beinahe schon überraschend war aber letztlich war es Androktas nur recht „Bring es zu Ende…“ er war nicht wirklich gegen einen guten Kampf aber dieser hier hatte einfach zu viele Risiken die er nicht eingehen durfte.
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Hekate zerlegte den Zauber gründlich, während sie die Toten an ihren Fäden hielt und setzte dann ihre Magie gegen den alten Fluch ein. Der Fluch hatte eine Menge Macht, aber Hekate hatte weit genaueres Wissen als derjenige, der ihn generiert hatte. Das zugrunde liegende Problem waren die Machtverhältnisse von heute und früher. Früher hätte Hekate wahrscheinlich nur gelacht und einmal mit dem Finger geschnipst und die Toten hätten nach ihrer Pfeife getanzt und es wäre gewesen, als hätte es den Fluch nie gegeben. Sie war die Göttin der Magie und auch die der Nekromantie. Das hier war sozusagen genau ihr Ding. Aber heutzutage? Da musste sie den Zauber auseinander nehmen, um ihn mit der Macht, die sie hatte brechen zu können. Sozusagen die Schwachstelle finden, damit es nur einer einfachen Hebelbewegung bedurfte und nicht brachialer Gewalt. Generell wohl eine schlaue Lösung, die zwar mehr Nachdenken und Wissen erforderte, aber weniger Kraft. Manchmal war der Weg über die Kraft aber für alle augenscheinlich der leichtere Weg - besonders, wenn man etwas nur zerstören und nicht aufbauen wollte. Aber sie musste damit rechnen, dass sie noch Reserven brauchen würde. Sowohl auf diesem Ausflug hier, als auch, um das Camp weiterhin schützen zu können.
Deshalb konnte sie nicht verschwenderisch mit allem was sie hatte auf dem Fluch rumprügeln.
Die Lösung war aber auch nicht das Problem. Es dauerte nur länger.
Mit den jetzigen geringeren Kräften setzte Hekate am richtigen Punkt an und schnappte sich dann den Rubin aus dem Kästchen. Ihre Magie umhüllte sie und insbesondere den Stein, bis dieser leuchtete und dann erlosch. Mit dem Erlöschen des Lichts zerfielen die Toten außerhalb Hekates Macht zu Staub.
Den Rubin, auch in so einem Zusammenhang wie hier verwendet bezeichnend als Blutstein benannt, ließ sie unauffällig in ihre Tasche gleiten. Wer wusste schon, wozu man den noch einmal gebrauchen konnte.
"Hmm, dann ist in dem Regal vielleicht noch mehr zu finden, wenn jemand es auf diese Weise geschützt hat.", bemerkte sie in die nun nachhallende Stille hinein, die nach dem Kampflärm entstanden war.
Sie schob zerfallendes Papier und ähnliches Beiseite, weil es mehr Aufwand bedeuten würde, dieses zu konservieren, als es wahrscheinlich wert war. Sie selbst hatte nur wenige Grimoire. Ihre Magie steckte großteils in ihrem Kopf und sie nahm nicht an, dass jemand eine Anleitung für einen Stein der Weisen nieder geschrieben hatte.
Außerdem hoffte sie noch immer auf etwas Substanzielles.
Den Dolch fischte sie mit spitzen Fingern aus ihrem Gürtel und reichte ihn Androktas nach hinten. Noch immer sang das Teil. Hekate hatte nicht vor wegen ihrer Gene verrückt zu werden.
Sie zog schwergängige Schubladen auf und suchte akribisch weiter. Dabei stieß sie auf ein in Leder gewickeltes Päckchen, welches ebenfalls so schnell wie möglich ungesehen in ihrer Kleidung verschwand. Vermutlich würde ihr Begleiter gleich darauf pochen diesen Ort jetzt unbedingt zu verlassen.
Die Toten, deren Fäden sie hielt, standen nun stumm im Raum.
Hekate fand ein weitere Kästchen, welches dem Fluchkästchen sehr ähnlich sah und betrachtete es genauer. Darin war Magie... aber war es weitere Magie der "Pfoten weg, sonst kracht es!"-Art, oder war es tatsächlich das schützenswerte Interessante?
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Der Kampf mochte sich nicht über Stunden erstrecken, doch der Gott konnte spüren wie er ihm körperlich zusetze. Ein Fluch seiner eigenen Natur … ein Kampf beschwingte ihn nur, wenn er mit seinem Wesen in Verbindung stand. Wenn Blut vergossen wurde … doch diese Wesen hatten kein Blut, das von Androktas vergossen werden konnte und so spürte er wie jeder Schlag mehr Kraft erforderte als der zuvor. Wenig verwunderlich also, dass es durchaus zu schätzen wusste, als die Göttin der Magie dem Spuck mit ihrer Macht endlich ein Ende bereitet hatte.

Als die Wesen sich in Staub verwandelten und sich mit einem Mal Stille ausbreitete da kam dies so unerwartet das der Krieger beinahe einen Augenblick brauchte um zu erkennen, dass die Gefahr nun wahrlich gebannt war. Dennoch verharrte er noch einige Zeit, darauf wartend, ob nicht doch noch weitere Wesen den Gang heranschlichen um sie erneut anzugreifen. Hekate schien diese Sorge nicht zu teilen, sie wandte sich ungeniert erneut den Regalen zu und Androktas ließ sie gewähren. Immer wieder einen Blick auf die Türe werfend ergriff er zunächst lediglich den Dolch um ihn wieder sicher an seinem Gürtel zu verwahren bevor er schließlich eines seiner Schwerter zurück in dessen Halterung schob und sich der Göttin zuwandte. „Ich dachte immer du wärst die Herrin der Untoten…“ sprach er schließlich nach einer Weile der Stille aus während er nach wie vor eines seiner Schwerter kampfbereit in seiner Rechten behielt. „Was haben diese verfluchten Mistkerle mit diesem Zauber zu schützen versucht?“ er mochte ein Krieger sein doch dumm war er auch nicht. Auch ihm war bewusst, dass ein solcher Zauber nicht aus einer Nichtigkeit heraus gesprochen worden war. Was also hatte man versucht zu beschützen, um eine derartige Macht dafür aufzuwenden und wie kam es dass die Titanen diese Macht überhaupt aufwenden konnten?

Als Hekate ein weiteres Kästchen unter all den halb zerfallenen Papier fand hob sich instinktiv eine Augenbraue des Kriegers „Noch ein Schutz?“ was hatten diese Magier nur immer mit ihren kleinen süßen Kästchen und Amuletten? Einen Blick auf Diebin werfend, die sich scheinbar direkt an seinem Fuß einen Ruheplatz für den Augenblick gefunden hatte, wog er nun seine Möglichkeiten ab. Sollte er ihr sagen sie soll es verschlossen lassen um ihre Sicherheit in jedem Fall gewährleisten zu können oder sollte er darauf vertrauen, dass ihre Erfahrung in Magiebelangen einen erneuten Zwischenfall wie diesen verhindern könnte?
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"Und das heißt, dass sie sofort tun was ich sage oder was?", fragte Hekate irritiert nach. War er der Ansicht, nur weil es ihrer Profession entsprach, dass sie ein Zauber oder auch ein anderer Gott nicht ebenfalls über verschiedene Mittel und Wege, dieser Mächte bedienen konnte? Hier in diesem Fall hatte jemand eigentlich nur einen Schutz beabsichtigt. Der Zauber war komplizierter geflochten gewesen als nötig und ein einziges Durcheinander. Dies war Hekates Meinung nach weder beabsichtigt gewesen noch gewünscht, hatte aber dafür gesorgt, dass er noch immer bestand und auch die Toten gerufen worden. Früher war er vielleicht mit einer Wächtertruppe verknüpft gewesen, die alarmiert werden sollte.
Nur war der "Schutz"-zauber zu einem Fluch geworden, weil ihn jemand ohne Ahnung konzipiert hatte und nicht an die letztendlichen Konsequenzen über Tod und Zeit hinaus gedacht hatte.
Und leider konnte sowas jeder tun, der ein bisschen Macht zur Verfügung hatte und sich Wissen über Magie angeeignet hatte, wenn auch nur rudimentäres wie es schien. Daher war es nicht verwunderlich sowas hier zu finden, denn die Titanen waren ziemlich mächtig gewesen und obwohl Hekate die Göttin der Magie gewesen war, hatten alle schon immer versucht selbst an solchen Dingen rum zu fuschen. Zumal sie auch nie hier gelebt hatte.
Was jetzt die Untoten in ihrer Situation betraf, war der Professionszugang nicht sofort möglich gewesen, zu viel Zeit und ein zu großer Machtunterschied lagen zwischen dem Fluch und ihr selbst. Nur die Macht über die Toten an sich zu reißen hätte zwar funktioniert, aber nachkommende hätte sie immer wieder neu einsammeln müssen, bis alle unter ihrem Kommando gestanden hätten. Dann den Zauber zu lösen wäre noch anstrengender gewesen. Das wusste die Hexengottheit alles, fühlte sich durch Androktas' Frage aber trotzdem gekränkt. Immerhin hatte er selbst nicht mehr zu Stande gebracht als ein paar Arme und Beine abzuhacken! Und war er nicht ein Kriegsgott, Gott der Schlachten und des Gemetzels?
Sie gab sich aber nicht die Blöße ihn dafür anzugiften. Mittlerweile galten andere Regeln, Hauptsache das Problem war gelöst, auch wenn seine Frage an ihrem Stolz kratzte.
"Wenn ich das wüsste, würde ich nicht danach suchen, oder?", solche Fragen waren immer so unnütz, wenn man sie nicht tatsächlich beantworten konnte. Aber es überraschte die Göttin doch, das er diese Fragen stellte und nicht rigoros beschlossen hatte, dass sie jetzt gehen würden, weil es hier gefährlich war und das den Aufwand nicht lohnte. Aber vielleicht hoffte er auf weitere abartige Dolche, voller Magie und Macht. Hekate schauderte.
Dann konzentrierte sie sich genauer auf das Kästchen. Es war unwahrscheinlich, dass der Zauber, welche darauf lag, genau die gleichen Auswirkungen haben würde, wie der erste. Beide waren zwar komplex und ziemlich stark, aber auch dieser hier war durcheinander. Geschaffen von jemandem, der zu viel Macht und zu wenig Magieverständnis gehabt hatte.
Sie nahm den Zauber langsam auseinander, um nicht über einen Fallstrick zu stolpern. Es gab aber nur ungewollte Fallstricke, was sie offensichtlich und zu umgehend machte. Nur war damit nicht klar, was der Zauber bewirken würde.
"Studieren geht über Probieren!", schnurrte Hekate, als sie die Schwachstelle des Zaubers gefunden hatte und sich darauf vorbereitete ihn einfach zu brechen, sollten weitere Zombies oder Monster auf den Plan gerufen werden.
Dann klappte sie einfach den Deckel auf.
Enttäuschung machte sich in ihr breit, als darin nur ein Ring ohne jeglichen Stein und eine zarte Halskette lagen.
"Paranoider Idiot.", murmelte sie leise, bevor sie einen Faden auffing, der auf etwas ganz anderes hindeutete. Vielleicht doch nicht so enttäuschend und uninteressant. Illusionen waren eine Hausnummer und sie wüsste gerne, wer hier über die Zeit hinweg an und mit Magie herum gepfuscht hatte.
Allerdings erklang ein Rumpeln, was genaues Erforschen wohl in direkter Zukunft erschweren würde.

(OOC: Ich überlasse es dir, was da rumpelt und durch den nächsten Zauber auf die beiden zukommt, wär nur cool wenn`s keine weiteren Zombies wären)
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Sein gesamter Körper pulsierte noch, ganz so als wäre der Kampf noch lange nicht zu ende und ein Stück weit war er das ja auch nicht. Kein Blut war vergossen worden, kein Feind wirklich auf herkömmliche Weise in den Hades geschickt worden und dennoch … in anbetracht der unerwarteten Kraft und Wendigkeit dieser Wesen war Androktas durchaus dankbar, dass die Göttin den Zauber zu lösen vermocht hatte. Nur schien sie das leider nicht zu verstehen oder verstehen zu wollen. „Zieh die Krallen wieder ein … mir ist bewusst das du nur das Vorrecht nicht das Alleinrecht über die Magie und die Untoten inne hast…“ und so lenkte er mit einem leisen Schmunzeln ein. Frauen … selbst wenn man sie nicht angriff begannen sie zu kratzen und zu beißen als hätte man ihnen eine ganze Meute von Ares Kriegshunden auf den Hals gehetzt.

Als der Krieger schließlich nahezu davon überzeugt war, dass die Gefahr tatsächlich und dauerhaft gebannt war hatte er begonnen sich genauer in diesem Raum umzusehen. Er konnte nicht nachvollziehen wie man sich in solch einem engen Loch wohlfühlen oder gar sein Tagwerk vollbringen konnte, aber zum Glück musste er das nicht: Was ihm nur mehr und mehr auffiel … es gab kein Tageslicht. Gar keines „Warum wurden diese Tunnel und Räume ausgerechnet hier angelegt … all der Pflanzenmist nimmt einem die Luft zu atmen wenn er trocknet, warum es also hier unten trocknen und aufbewahren und nicht anderswo?“  mehr zu sich als zu der Göttin gesprochen begann ihm das Warum mehr Sorgen zu bereiten als das wer. Er konnte sich noch gut daran erinnern, wie Panakeia reagiert hatte, als man ihr eines der alten Lagergebäude für ihre Zwecke zuweisen wollte. Sie hatte regelrecht getobt – wenn man das so nennen wollte – wegen der mangelnden Frischluftzufuhr und dem fehlenden Tageslicht. Wenn also der Daimon des Heiles durch Pflanzen ein Problem mit derartigen Verhältnissen hatte, warum die Titanen nicht?  

Doch noch während er begann die Falle zu wittern dran ein Knacken an sein Ohr. Sich Hekate zuwendend blickte er sie einen Augenblick lediglich nur an um beinahe schon zu glauben, dass sie mehr Glück gehabt hatte als er zuvor. Doch dann gab es noch ein Knacken, lauter und doch gedämpfter und mit einem Mal „RAUS!“ ging ein Ruck durch die Wände der Kammer. Das war ein verfluchter Witz … Zombies, unzugängliche Gewölbe und jetzt näher rückende Wände … wo hatte Hekate sie da nur hineingeführt?

(OCC Na dann Indiana-Hekate .. finde den Gral ^^;)
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Hekate hatte gerade ansetzen wollen zu sagen, dass es nicht so aussah, als sei alles tatsächlich hier getrocknet worden, sondern viel mehr, als habe jemand damit gearbeitet und sei einfach nur zu faul gewesen sich immer frische Zutaten zu holen. Frisch war im übrigen bei den meisten Zaubern besser. Hier sah es allerdings aus, als sei alles schon vor Beginn des Verfalls und der Vernachlässigung trocken gewesen, so wie man es aufgehängt hatte.
Vermutlich hatte hier etwas statt gefunden, was niemand anders mitbekommen sollte.
Es schrie regelrecht nach geheim gehaltenen Handlungen. Vielleicht war sie tatsächlich eher auf das Labor oder viel mehr die unaufgeräumte Zuflucht eines Alchimisten getroffen. Solche Leute versuchten sich in verschiedenen Professionen, wie Wissenschaft, Magie und Pflanzenkunde und kombinierten dabei am liebsten alles. Teilweise mit System, teilweise in Abwesenheit von jeglichem System.
Hier schien der goldene Mittelweg gewählt worden. Denn die Zauber funktionierten ja immer noch, obwohl sie vor Jahrtausenden ausgesprochen worden waren. Oder sollte sie sagen konzipiert worden waren. Sie glaubte kaum, dass jemand hier das tatsächliche Know How gehabt hatte, zum Zauber sprechen. Sonst wäre es nicht an Kästchen und weitere Materialien geknüpft worden. Hekate nutzte sowas zur Unterstützung, nicht zum Aufbau.
Vielleicht war das der Unterschied. Sie praktizierte Magie und nutzte verschiedene Dinge dafür... hier hatte jemand Magie dafür genutzt um etwas zu Schützen. Vielleicht hatte sie gefunden was sie suchte. Sie stopfte das Kästchen in ihre Tasche zu dem Rubin und der leeren Schmuckschatulle und brach dann den Zauber, der sich nun in knirschenden auf sie zu drängenden Wänden bemerkbar wurde.
Es rumpelte noch viel lauter und immer mehr Staub und Gesteinsbröckchen rieselten von der Decke, als die Wände, von dem Zauber befreit, zum Stillstand kamen.
In jeder Wand trat sich ein breiter Riss aus, der wohl dazu genutzt worden war, den Zauber in die Wände zu bannen. Hekate huschte zu einer Wand hinüber und griff beherzt in das Loch hinein, welches sich aufgetan hatte.
Darin fand sich ein Opal und ein bisschen Dreck, der vermutlich von Knochen oder anderem organischen Material stammte.
"Sieh in den anderen Rissen nach. Wahrscheinlich stecken noch mehr Edelsteine drin, die für den Zauber benutzt wurden. Allerdings sollten wir dann zusehen, zu verschwinden. Der Verantwortliche hat bei seiner Aktion die Statik nicht bedacht.", Hekate deutete zur Decke des Gewölbes hinauf, die über eher kurz als denn lang über ihnen einstürzen würde.
Sie selbst wühlte sich durch die restlichen Schubladen und fand ein drittes Kästchen. Auch hier war der Zauber anders als bei den anderen angelegt und Hekate wühlte sich im Eiltempo durch alles hindurch und brach den Bann an der Schwachstelle, bevor sie den Kasten öffnete. Ein alter, durch den Zauber und das Kästchen erstaunlich gut konservierter Brief. Hekate schloss das Kästchen schnell und vorsichtig und legte einen eigenen Zauber darum, bevor sie es in ihre Tasche schob. Diebin schlug nun laut Alarm.
Ihr Bellen wurde immer schriller und Hekate wusste, dass ihnen nicht mehr viel Zeit blieb. Also packte sie Androktas am Arm und zerrte ihn in Richtung Tür. Vermutlich gelang es ihr nur ihn zu bewegen, weil sie ihn überraschte, aber für lange Debatten war einfach keine Zeit. Ein großer Gesteinsbrocken krachte von der Decke und zermalmte das Regal, indem sie eben noch nach weiteren Artefakten gesucht hatte, als Hekate gerade durch die verzogene Tür schlüpfte. Der Boden unter ihren Füßen fühlte sich auch bröselig an, weil sich dort die Wand verschoben hatte.
Sie zog ihren Hut vor demjenigen, der die Zauber gewirkt hatte. Nicht nur so zu tun, als ob sich die Wände bewegten, sondern sie sich tatsächlich bewegen zu lassen war schon ein Ding.
"Ok, wo lang?", wollte sie dann von ihrem Begleiter wissen. Ihnen blieb die Wahl durch den ersten Raum zurück in den gruselig dunklen Gang zu gehen, oder aber dem unbekannten Weg zu folgen, den der Gang bereit hielt, auf dem sie sich gerade befanden. Wahrscheinlich würden sie so auch nach draußen gelangen. Oder aber tiefer in eine Festung, in den Berg gehauen, die jetzt durch sich bewegende Wände gestört worden war. Hekate mochte die Idee lebendig begraben zu werden nicht unbedingt, selbst wenn sie sich zur Not teleportieren konnte. Diebin schnüffelte derweil in der Luft. Vermutlich war sie irritiert über all den Staub, den die Wiedergänger hinterlassen hatten.
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Die Wände rückten beständig näher, begleitet von kratzenden und knackenden Geräuschen und der unausweichlichen Gewissheit, dass dieser Raum schon bald ihrer beider ewig währendes Gefängnis sein würde. Sterben würden sie nicht, sie würden nur bei lebendigem Leibe zerquetscht und gefangen werden. Wundervolle Aussichten … während Hekate offensichtlich bereits daran arbeite, dass dieser Zauber sie nicht bis in alle Ewigkeiten an diesem Ort festhielt, sah der Krieger sich nach Möglichkeiten um, die Wände zumindest etwas in ihrer Bewegung zu hemmen. Regale und Tische boten der Wand nicht wirklich lange Widerstand, doch jede Sekunde konnte zählen ... so zumindest hoffte Androktas.

Mehr und mehr Mobiliar zerbarst unter dem Druck der Wände und selbst Hekates Köter heulte bereits nervös auf und dennoch hielten die Wände nicht inne. Immer wieder glitt Androktas Blick zu der Göttin der Magie, der man die Konzentration regelrecht an der Nasenspitze ansehen konnte. Sie jetzt anzutreiben wäre dumm, aber es war verlockend und gerade als der Drang es wider besseren Wissens zu tun beinahe übermächtig wurde, da ging ein Ruck durch den Raum und die Wände hielten endlich inne. „Gute Arbeit…“ murmelte er während sein Blick beinahe skeptisch über die Wände glitt. Es hatten sich tiefe Risse aufgetan und obgleich er nicht so recht sagen konnte warum, folgte er ihrer Aufforderung griff in drei von vier Rissen und zog Edelsteine und schließlich sogar ein Stück … Leder aus der Wand. „Erledig … raus hier. JETZT!“ Steine und das Stück Leder in einer Hand haltend packte er die Schulter der Göttin mit der anderen und schob erst sie und dann mit einem Bein ihren Hund aus dem Raum, just einen Augenblick bevor ein Großteil der Decke in den Raum krachte.

Im Korridor angelangt und von einer dicken Staubschicht eingehüllt blickte er einen Moment lang auf seine Ausbeute aus den Rissen bevor er diese Wortlos an die Göttin überreichte „Sag mir wonach du suchst….“ Um dann zu beobachten wie sie diese schnell in ihrer Tasche verschwinden ließ. Erst dann durchbrach er die unheimliche Stille, die sich gebildet hatte. „Und weiche nicht aus … was auch immer du suchst, warum auch immer du suchst, es wird Zeit mir zumindest eine dieser beiden Antworten zu geben also … was suchst du hier an diesem verdammten Ort!“ er verlor langsam aber sicher die Geduld und er ahnte, sie hatten ihr Abenteuer noch lange nicht überstanden. Da hatte er wohl verdient, zu erfahren warum all das hier überhaupt nötig war.
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Hekate grinste den Kriegsgott an, staubig und absolut verdreckt, standen sie beide nun im Flur. Er drängte nicht zum Aufbruch, wie sie erwartet hatte, sondern pochte nun darauf zu erfahren, was sie suchte.
"Steine sind ein guter Anfang.", nickte sie bedächtig, bevor sie lachen musste. "Es hat eindeutig was mit Steinen zu tun.", sie klopfte auf die Tasche, in der sie die Beute verstaut hatte. Diebin ließ sich mit einem empörten Schnaufen zu ihren Füßen fallen. Der Stress einem Raum zu entkommen, der sich wie ein Grab schloss, schien der großen schwarzen Hündin nicht behagt zu haben.
Hekate strich sich ein paar verdreckte Strähnen aus dem ebenso dreckigem Gesicht und zog dann eine Wasser Flasche aus einer ihrer vielen Taschen, die optisch nicht einmal besonders auftrugen. Ihr Geheimnis, dass sie eine Menge Zeug mit sich herum schleppte.
Obwohl sie eine Göttin war trank sie ganz gerne Wasser aus Flaschen und möchte auch die Nahrungsmittel der Neuzeit. Nachdem sie die Hälfte der Flasche geleert hatte, reichte sie diese an Androktas weiter und zog zwei Schokoriegel und einen Hundkeks aus einer anderen Tasche. Diebin war sofort besserer Laune.
Ob sie das Wohlwollen des Mannes genauso leicht kaufen konnte, wie das des Hundes? Hekate hielt ihm die Schokoriegel hin. Einer mit Nüssen und einer ohne. "Welcher darf's sein? Neuss oder lieber ohne?"

Hekate sah sich dann im Gang um. Vielleicht gibt es hier auch irgendwo Labors, dass wäre interessant...", murmelte sie, bevor sie Verpakungsmüll von den Riegeln und der Flasche wieder in ihren Taschen verstaute. Sie hielt nicht viel von Umweltverschmutzung, schon gar nicht an einem Ort wie diesem hier. Das kam gar nicht in Frage.
Sie streckte sich und klopfte ein bisschen an sich herum, bis sie vom aufgewirbelten Staub niesen musste. Diebin tat es ihr gleich und nieste ebenfalls, bevor sich die Hündin erneut heftig schüttelte.
Dann liefen Göttin und Hund tiefer in die Feste hinein, ohne groß auf den Gott zu achten.
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Androktas hatte es vermutlich bereits geahnt, bevor er die Worte ausgesprochen hatte. Hekate würde ihre Pläne nicht offenbaren, sie würde es vermutlich nie. Allein das bereite Grinsen das sich auf ihre Lippen legte bezeugte dies und der Krieger war kein blinder Narr … er kannte diese Art des Lächelns an Frauen, vordergründig von seinen etwas verschlageneren Schwestern und er wusste, so hübsch dieses Lächeln auch sein mochte, der Wille oder vielmehr der Wunsch der dahinter stand war in aller Regel nur schwer in die Knie zu zwingen.

So also lauschte er gedanklich längst gegen etwas sehr hartes schlagend ihren Worten und als sie schließlich begann mit einer beinahe schon wahnsinnigen Ruhe sich zu stärken da kreiste sein Kopf ein Stück weit um die Verspannung in seinem Nacken zu lösen „Oh Lyssa meine Schöne … ich nehme es zurück…“ murmelte der Krieger nun also anstatt einen dieser seltsamen Riegel anzunehmen, während er in Gedanken seine Möglichkeiten durchging. Er könnte sie packen und einfach eine Weile schütteln aber was würde das bringen? Nichts. Also tat er etwas anderes. Als sie sich daran machte den Flur entlang zu gehen packte er sie an einem Arm und hielt sie zu rück „Welche Art von Steinen?“ seine Stimme war seltsam ruhig ja fast schon ein Stück weit leiser geworden. Ein Hinweis darauf, dass ihm langsam aber sicher die Geduld verließ, was wohl auch daran lag, dass es außerhalb dieser verfluchten Tunnel wohl längst nach Mittag war und damit die Zeit an sich begann abzulaufen. Aber das würde diese starrsinnige und eigenwillige Göttin ohnehin nicht als Grund für ein ehrliches Wort annehmen also erinnerte er sie erst gar nicht an diese Tatsache. Er hielt sie einfach zurück und zwang sie damit auf durchaus sanfte Art und Weise ihn anzusehen und – womöglich nur womöglich – endlich einmal mit einem kleinen Funken verwertbarer Wahrheit herauszurücken.
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Hekate legte den Kopf schief, als Androktas sie fest hielt.
"Wer ist Lyssa?", wollte sie dann neugierig wissen. Den ungewollten Schokoriegel hatte sie wieder eingesteckt. Er war selbst Schuld, wenn er diese Köstlichkeit verschmähte. Hekate mochte Schokolade und vieles in Zusammenhang mit dieser sehr gern.
Er hatte leidend geklungen, als er die Frau erwähnte. Bei dem Namen und seinem Zusatz der Schönheit, ging Hekate davon aus, dass sie eine Frau war. Wer war also Lyssa und was gedachte er zurück zu nehmen?
"Hast du dich mit dieser Lyssa gestritten?", bohrte sie daher weiter.
"Ist sie deine Freundin?", jetzt nahm ihr Tonfall einen Singsang an, der die meisten Männer irgendwann ärgerlich werden ließ. Hekate genoss es nur umso mehr.
Um nicht vollständig vom Thema abzulenken, zuckte sie nur die Schultern.
"Glänzende auffällige Steine. Steine voller Magie und von gewissem Wert. Generell, nicht unbedingt von ideellem Wert, obwohl das auch sein könnte. Steine in Schmuckfassungen oder als Rohstoffe. Solche Steine eben.", sie grinste wieder und zuckte absichtlich die Schultern.
Tatsächlich wusste sie ja noch nicht einmal, ob es sich bei dem Stein der Weisen tatsächlich um einen wirklichen Stein handelte, oder vielleicht um ein Schmuckstück. Oder einen Trank in einer Steinpiole? All dies war möglich. Aber sie würde dem Kriegsgott nicht auf die Nase binden, dass sie nach einem Mythos suchte, der selbst unter den mythischen Wesen als Legende galt.
Sie nahm aber eben an, dass auf die ein oder andere Weise eben doch etwas an den Legenden dran war und hoffte darauf, dass der Stein ihr bei ihren Forschungen und Experimenten ebenfalls weiter helfen würde.
Über diese Experimente würde sie auf keinen Fall sprechen - mit niemandem. Immerhin würde sie sich darüber weit mehr Freiheit sichern können... als auf jede andere Art und Weise. Allerdings barg das auch einiges an Risiko... Und sicherlich gäbe es wieder welche die ihr reinreden und sie aufhalten wollen würden. Das kam nicht in Frage.
Unabhängig davon, dass es auch für alle anderen eine nützliche "Waffe" abgeben könnte. Wenn es denn jemals funktionieren würde.
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Diese angeblich so belanglose Mission erwies sich langsam aber sicher als kleine Herausforderung mit ungewissem Ausgang. Gut, das konnte Androktas weder Athene noch Ares vorhalten, hatten diese doch sicherlich nicht gewusst was die Göttin der Magie da geplant hatte, aber verflucht … warum musste immer er mit den etwas schwer zu handhabenden Frauen losziehen und dann die Kohlen aus dem Feuer holen? Da waren ihm Kämpfe gegen die Schattenwesen beinahe schon wieder lieber, wenngleich diese auch um ein vielfaches härter waren als der nur wenig zurückliegende Kampf gegen Zombies oder was auch immer diese Wesen gewesen sein mochten…

In Gedanken versuchte Androktas die Gesamtlage etwas besser zu überblicken. Sie waren an einem Ort der unter der einstigen Heimstätte der Titanen lag, in einem Labyrinth aus Gängen und Räumen, teils verborgen teils offensichtlich da und suchten ja was eigentlich Steine? „Aethers Tochter … die Göttin des Wahnsinns.“ Antwortete er eher nebenher auf ihre Frage hin, als er sich noch immer Frage was das alles hier eigentlich sollte. Aber selbst mit der nun folgenden Erklärung ergab das alles so genau gar keinen Sinn und wenn Androktas eines war, dann ein Mann der keine sinnlosen Abenteuer einging ohne wirklichen Nutzen darin zu sehen und so blieb er stehen und behielt seine Hand wo sie war, an ihrem Oberarm. Nicht schmerzhaft fest, aber doch fest genug um ihr zu verdeutlichen das er diese kleinen Spiele langsam aber sicher leid war. „Du suchst also Steine voller Magie … wofür?“ nach den letzten beiden Erlebnissen in diesen verdammten Tunnel würde sie ihm nicht ganz so schnell davon kommen mit ihren ausweichenden und nichts sagenden Antworten. Die Wesen zuvor und jetzt die Wände hätten sie beide ziemlich schnell am Arsch sein lassen können, wie die Menschen es dieser Tage zu sagen pflegen. Da wollte er genauere Antworten als die, die sie ihm bisher gegeben hatte.

Also legte sich sein Blick unverwunden auf sie „Hekate …“ begann er dann einen eher ungewöhnlichen Weg einzuschlagen. Aber verzweifelte Zeiten erforderten ungewöhnliche Maßnahmen oder wie hieß es so schön? „Du solltest eines von mir wissen. Ich urteile nicht und ich bewerte nicht, offen gestanden ist es mir persönlich absolut gleich was du mit deiner Zeit und deinen Mächten tust … aber hier und jetzt will ich wissen wofür wir uns womöglich in eine Lage begeben in der der Tartaros letztlich die bessere Option gewesen wäre. Also wofür genau sind wir hier?“ denn er war es langsam schlicht weg leid der unwissende Begleiter zu sein, der erst dann zum Zuge kam, wenn es galt etwas zu zerhacken oder zu töten. Ganz so einseitig waren seine Interessen dann auch nicht, dass er sein gesamtes Leben auf Blut und Tod reduziert verlebt hätte.
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Hekate verschränkte nicht die Arme und stampfte auch nicht mit dem Fuß auf, weil das doch sehr kindisches Verhalten gewesen wäre, auch wenn sie große Lust dazu gehabt hätte. Es würde nicht den gewünschten Effekt erzielen, wenn sie sich so verhielt. Jedenfalls nicht bei diesem Gott und auch nicht passend zu ihrer Persönlickeit. Hekate gehörte nicht zu den Göttinnen mit Trotzanfällen. Auch wenn sie fand, dass ihre Pläne den neugierigen Kriegsgott gar nichts angingen und er auch kein Recht hatte zu fragen.
Also musste ein anderer Weg her, um nicht darauf bestehen zu müssen, dass sie ihre Gedanken und Pläne, ja im Grunde ihre Geheimnisse, für sich behalten wollte.
Und zwecks dieser Handhabung bot sich die Alternative des Nachhakens und Bedrängens an, die er ihr gerade selbst eröffnet hatte.
Sie ließ ihn also ihren Arm fest halten, ohne den Versuch zu unternehmen, sich aus seinem Griff zu winden und schielte nur zu ihm hinauf. Manchmal fragte sie sich wirklich, warum alle immer unbedingt groß sein müssten. Selbst war sie eher von kleiner Gestalt, sowohl als Mensch, als auch, wenn sie sich als Göttin gab.
Aber sie wäre wohl eine Heuchlerin, wenn sie nicht zugeben würde, dass es ihr unter anderen Umständen gefiel, wenn gerade Männer groß und auch muskulös waren.
Sie leckte sich die Lippen und schenkte Androktas dann ein Lächeln.
Andere, die Hekate besser kannten, hätten bei diesem Lächeln angenommen, dass sie etwas ausheckt und im Schilde führte, oder aber gleich sehr unangenehm werden würde. Androktas Pech, dass er sie gerade erst kennen lernte, sonst hätte er sie nicht festgehalten und wäre spätestens jetzt zurück gewichen.
"Kennst du Lyssa persönlich?", fragte sie nun neugierig und kam ihm sogar näher, bis sie fast auf den Zehenspitzen stand.
Hekate trat echte zwar nicht unbedingt weiter, aber sie hörte gerne zu, wenn es etwas zu erzählen gab. Tratsch war also durchaus von Interesse, besonders wenn er aus erster Hand stammte.
Denn auch sie hatte ja bereits von dem Wahnsinn gehört. Manche behaupteten ja auch, dass sie ab und an selbst wahnsinnig sei. Auch wenn Hekate das von sich wies.
"Der personifizierte Wahnsinn, wirklich Wahnsinn.", sie glückte. "Wie ist sie denn so? Das hat mich schon immer mal interessiert... ich meine deine Mama ist ja tatsächlich die Zwietracht, der Tank und Streit in Person. Nebenbei bemerkt eine wirklich anstrengende Persönlichkeit - also mir wäre das zu viel, so einem Ruf immer gerecht werden zu müssen. Und wenn man tatsächlich so ist, muss das noch viel anstrengender sein. Also ist Lyssa tatsächlich wahnsinnig, oder beherrscht sie den Wahnsinn? Und wie ist sie sonst so drauf. Ich bin ihr tatsächlich noch nie begegnet. Hmm, vielleicht sollte ich diesen Umstand mal als in Änderung begriffen betrachten und mich ihr vorstellen?
Wie hast du sie kennen gelernt und ist sie nun deine Freundin?
Hätte nie gedacht, dass so ein Kriegertyp, wie du einer bist was mit dem Wahnsinn hat. Wobei du ja der Gott der Schlachten und so bist, wenn ich das richtig erinnere. Dazu gehört wohl eine gute Portion Wahnsinn. Die nordischen Götter haben dafür ja ihre Berserker.", nickte Hekate und plapperte absichtlich.
Er würde sich noch wundern und bestimmt nicht mehr auf die Idee kommen ihr Fragen zu stellen, die sie nicht beantworten wollte, wenn sie mit ihm fertig war.
Wieder lächelte sie zuckersüß, wie schon bei ihrer Begenung am Tor des Camps. Das sollte Warnung genug sein.
Diebin kam aus der Dunkelheit zurück und ließ sich bei ihnen nieder. Die Hündin schien den Krieger tatsächlich mehr zu mögen als Hekate angenommen hätte. Denn sie pflanzte ihren Hundehintern direkt auf seinen Fuß. Ihre Haustiere möchten die meisten anderen Leute nicht und gingen eher in Abwehrhaltung. Ihr durchgeknallter Kater hatte zuletzt versucht Panakeia anzuspringen, dabei hatte die Göttin ihm nie etwas getan. Und selbst Persephone wurde weder von Hund noch von Katze begrüst, wenn sie bei Hekate vorbei schaute. Das fand Hekate doch im Allgemeinen sehr bezeichnend. Jetzt hockte die ziemlich schwere Hündin auf dem Fuß des Kriegsgottes und ließ die Zunge heraus hängen. Aber Wunder sollte es ja tatsächlich geben. Vielleicht war es auch nur Situationsbedingt. Hekate zuckte die Schultern.
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Sie waren an einem Ort, von dem vermutlich über Äonen von Jahren niemand gewusst hatte, voller Gefahren die sich womöglich sogar mit Tartaros Ideenreichtum messen könnte und … er wollte wissen warum. Sie sollte ruhig ihre kleinen Geheimnisse für sich behalten, Androktas hatte Schwestern und zwangsläufig so manches derer Geheimnisse für sich behalten müssen, zudem kamen seine eigenen Abgründe, er legte keinen Wert auf weitere die es zu verbergen galt. Aber er wollte wissen warum sie all diese Gefahren für ein paar Steine auf sich nehmen mussten. Denn so wenig er die Göttin auch kannte, dass sie nichts ohne guten Grund tat, das ahnte er längst. So also hatte er sie offen herausgefragt und ihr mehr oder weniger indirekt zu verstehen gegeben, dass er sie weder beurteilen noch beim Rat dafür anprangern würde und diese unglaubliche Frau hatte nichts besseres im Sinn als … im Auszuweichen und mit Gegenfragen und lieblichen Gesten zu kontern.

Schon als sie sich zu ihm wandte, mit diesem ganz besonderen Blick hatte er es geahnt. „Ja.“ Und dann prasselten die Fragen nur so auf ihn ein. Oh wie er es doch hasste, dieser Hang zum Geplapper bei Frauen. Das war der Grund warum er Krieger und düstere Gestalten bevorzugte. Sie waren nicht so penetrant wie so manch angeblich anschmiegsame Göttin. „Sie ist der Wahnsinn .. ihm jedoch nicht beständig verfallen.“ Mehr würde er dazu nicht sagen. Zum einen weil er persönlich fand, dass das Schicksal das Lyssa auf ihren Schultern zu tragen hatte ohnehin schwer genug war, zum anderen weil es niemanden etwas anging. Er wusste als einer der wenigen, wie es um Lyssa wirklich bestellt war. Das sie manches Mal ganze Jahrhunderte in einem schlafähnlichen Zustand gefangen war, in dem sie zwar alles spürte und hörte, sich aber selbst nicht ausdrücken konnte. Doch das waren Informationen die niemanden etwas angingen, allem voran nicht dieser Tage. Ja er mochte gegen das Chaos kämpfen und Lyssa mochte mehr oder weniger dem Chaos angehören, aber diese Schwächer würde er nicht offenbaren denn in Androktas Augen konnte mit diesem Wissen nur unnötiger Schaden angerichtet werden. „Sie war eine Freundin … du weichst mir aus Hexe.“ Das er auch nicht gewillt war nun weiter über die Göttin des Wahnsinns zu sprechen wurde deutlich als seine Stimme rauer und seine Wortwahl direkter wurde und dann beginn Hekate den einen Fehler, der niemanden gut bekommen wäre. Sie sprach Eris an.

Mit einem Mal löste sich sein Griff um ihren Arm, als hätte er sich an glühender Lava verbrannt. Er war es gelinde gesagt leid. „Nach welcher Art magischen Stein suchst du…“ Leid mit ihr diese Spielchen zu spielen und leid sich ständig in den abgesteckten Mustern bewegen zu müssen. Wäre diese Mission nicht wichtig – und das schien sie zu sein – er würde wohl augenblicklich ihren kleinen Arsch zurück ins Camp verfrachten wo Ares oder Athene sich um das was und warum kümmern könnten. Doch die Mission war wichtig und er würde sie zu ende bringen, auch wenn es immer offensichtlicher wurde, dass diese Frau weder wusste wer er war noch wie er sein Leben zu meistern pflegte. Hätte sie es gewusst, hätte sie ihm die simple Antwort gegeben, in dem Wissen das er ihre Beweggründe nicht hinterfragt hätte. Aber sie kannten einander wohl beide zu wenig, um den vernünftigen und damit leichteren Weg zu beschreiten.
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Hekate zog eine Schnute. Manchmal wünschte sie sich wirklich einfach nur den Leuten in den Hintern treten zu können. Eigentlich hätte sie über sich selbst lachen können. Erst überlegte sie einen Wutanfall zu bekommen, dann versuchte sie es auf die nervige und ausgesprochen immer den Weibern zugeschriebene Tour und jetzt hatte sie den Drang, diesem überheblichen Gott in den Hintern zu treten. Die Göttin der Magie war im Wesen ein Freigeist und hatte daneben ihren Spaß am brechen von Konventionen und beim nerven von Leuten, denen sie selbst nicht entkam. Denn wenn sie nicht einfach wild und grob um sich schlug und alle unterjocht, wie es die Kriegsgötter Taten und meist auch jene, die sich den dunkleren, bösartigsten Professionen verschrieben hatten, musste sich sich damit arrangieren, dass alle Welt meinte sie herum schubsen zu können.
Androktas hatte wohl immer noch nicht begriffen, dass sie ihm keine Antwort schuldig war und auch nicht dem Rat Rede und Antwort stehen würde. Er war bloß hier, weil sie sich mal wieder an die Regeln gehalten hatte. Vielleicht sollte sie das einfach mal sein lassen, überlegte die Hexe bei sich.
Auch wenn seine Anwesenheit zwischenzeitlich sowohl nützlich, als auch unterhaltsam gewesen war und ihr Hund ihn zu mögen schien.
Sie schüttelte den Kopf. Seine Freundin und seine Mutter waren also ein Tabuthema, so wie er reagierte. Ihr Interesse an der Frau, die der sprichwörtliche Wahnsinn war, war tatsächlich echt. Klatsch wäre nett gewesen, aber nicht zwanghaft nötig. Leider hatte es ihn nicht abgelenkt, sondern nur auf die Palme gebracht.
Eris hingegen interessierte Hekate einen feuchten Dreck. Sie hatte die Wahrheit gesagt, als sie gemeint hatte, dass solch eine Einstellung und solches Verhalten doch anstrengend sein musste. Eris war anstrengend und nichts anderes. Aber nun würde sie sich wohl doch mal nach dem Verhältnis der Mutter zu ihrem Sohn und umgekehrt erkundigen, diskret verstand sich.
Ihm gegenüber schüttelte sie den Kopf und sah ihn dann mit kühler Miene an. "Du willst also über möglichst nichts persönliches reden. Nun, ich betrachte meine Suche als etwas persönliches. Ich bin dir keine Auskunft schuldig. Entweder du suchst mit mir nach interessanten Steinen oder du lässt es. Nur halt mich nicht länger auf." , die Worte waren nicht harsch, nur kühl. Hekate musste eigentlich nie schreien, für gewöhnlich reichte es schon ihr sonst recht aufgewecktes und neugieriges Wesen zu dämpfen und sachlich zu werden, wenn sie ernst genommen werden wollte. Das nächstliegende, wenn man den Leuten nicht pauschal in den Hintern treten wollte oder konnte. Und das Können zog nur unangenehme Probleme und Schwierigkeiten nach sich, die sie von den Dingen abhielten, die sie gerne tun wollte. Mit ein Grund, warum sie nicht als Hintern-Treterin galt.
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Er wusste nicht was sie eigentlich hier suchten. Was war es was die Göttin als so wichtig ansah sich mit Zombies und einrückenden Wänden auseinander zu setzen? Eine der vielen Fragen die die Göttin der Magie offensichtlich nicht beantworten wollte. Nun gut, Androktas wusste auch als einer der wenigen Götter die nichts auf Intrigen gaben dieses Spiel zu spielen. Eris war diesbezüglich eine gute Lehrmeisterin gewesen und auch Anaideia hatte diesbezüglich so manches für ihren Bruder bereitgehalten. Wenn Hekate es darauf anlegte würde er dieses Spiel mitspielen … fraglich nur ob ihr das Ergebnis gefallen würde.

So also glitt sein Blick zum ersten Mal seit einer kleinen Ewigkeit von ihr ab tiefer zu dem monströsen Ding von einem Hund, dass es sich auf seinem Fuß gemütlich gemacht hatte. Dieses Tier war irgendwie eigenwillig, er hatte nie einen Hang zu Tieren gehabt, aber dieser treudoof wirkende Köter der durchaus seine Zähne und Pranken zu nutzen wusste war schon etwas für sich. „Na dann du sabbernde Fellkugel …“ murmelte er schließlich in die Halbdunkelheit hin als er sich in die Knie sinken ließ „Wenn dein Frauchen ihre kleine Suche so privat halten will werden wir beide etwas versuchen müssen…“ nicht einmal im Ansatz darüber nachdenkend, ob das nun folgende ihrer Zustimmung bedürfte, strich er mit seiner Hand über den großen Kopf. Es war lange her das er versucht hatte eine Verbindung zu einem Tier aufzubauen, letztlich hatte er es sogar nur einmal gemeinsam mit Lyssa getan, es war also fraglich ob es überhaupt klappen würde, aber einen Versuch war es wert und wer wusste schon was hier unten noch auf sie warten würde? Also ließ er einen Teil seiner Macht an die Oberfläche treten, jene Macht die für gewöhnlich in einem Krieger den Rausch des Gemetzels ausbrechen ließ. Nicht genug um das Tier in den Wahnsinn und eine mögliche Blutgier verfallen zu lassen, aber gerade genug um eine Art unsichtbares sehr dünnes Band zu schaffen. „Und jetzt finde mir den Ursprung dieser Untoten … los!“ es würde reißen, kaum das Androktas Aufmerksamkeit nicht mehr auf dieser Verbindung liegen würde, denn ohne Lyssa war eine echte Verbindung nicht denkbar, doch es würde reichen sich in diesem Gewirr aus Tunneln besser zurecht zu finden und etwas sagte dem Krieger, dass dort wo die Wächter waren, auch der Schatz zu finden war.

Kaum hatte Diebin sich erhoben um in der Dunkelheit zu verschwinden erhob auch Androktas sich. Sein Schwert ziehend blickte er Hekate nur einen Augenblick an bevor er ihr bedeutete ihm zu folgen „Es gibt kluge Wege ans Ziel und es gibt Wege die von Geheimnissen und Manipulationen gesäumt sind … hoffe darauf das dein Weg uns nicht ins Unglück führt.“ Für gewöhnlich war Androktas nun wahrlich kein nachtragender Mann, doch Intrigen und Manipulationen waren etwas, dass er seit Eris verrat an ihm nicht in seiner Nähe wollte und das war nun wohl spürbar geworden. Aber so war es nun einmal wenn zwei eigenwillige Charaktere aufeinander trafen und so betraten sie schließlich schweigend einen weitren Gang und folgten Biegung um Biegung Diebin tiefer in das Tunnelsystem, welches scheinbar kein Ende finden wollte.
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Hekate legte den Kopf schief. Androktas hatte gerade ihren hund verhext. Diebin war nicht nur irgendein großer schwarzer Hund, der aussah, als hätten Rotweiler und Amerikan Pitpul zu viel Magie abbekommen. Sie war die Begleiterin einer Hexengöttin und sogar Hekates Schutztier. Das sie sich von Androktas anfassen lies und sich neben ihn setzte war etwas besonderes. Fazit daraus, in dem Krieger steckte tatsächlich mehr, als nur ein Krieger. Die Freundin, die der Wahnsinn war, sein ab und an auftretender Humor und nun ihr Hund...
Hekate folgte beiden langsam, während sie über seine Worte nachdachte. Sie nahm an, dass er ihr Manipulation und Intrigen vorwarf. Das hatte sie tatsächlich zu Anfang versucht. Ihn zu becircen wäre leichter gewesen, als ihn mitnehmen zu müssen. Hekate schämte sich dessen nicht. Wenn man nicht dazu in der Lage war sich gegen andere körperlich oder verbal zu behaupten, musste man sich einen anderen Weg suchen. Dazu gehörte nun einmal manchmal auch die Manipulation. Aber intrigant? In diesem Fall nicht, denn sie hatte nichts geplant, was ihm zum Nachteil gereicht hätte. Das tat sie sowieso nur sehr selten, da sie meistens gar kein Interesse daran hegte sich mit anderen auseinander setzen zu müssen. Wenn man sie allerdings zwang, würde Hekate auch auf Intrigen zurückgreifen.wahrscheinlich waren ihre Parameter der Moral in dieser Hinsicht anders ausgeprägt als die rechtschaffener Wesen. Explizit Wesen, da viele Götter und auch Menschen ebenfalls eine "verdrehte" Moral hatten, angesichts der als annehmbar geltenden Standards.
Androktas schien aber noch sehr viel empfindlicher zu sein, was eine mögliche Intrige gegen ihn oder mit seiner Involviertheit, anging. Hekate könnte nur vermuten, dass das mit Eris zusammen hing, da er so ablehnend reagiert hatte...
Die Göttin Schritt stumm durch das Dunkel hinter dem Kriegsgott her, der ihren Hund gestohlen hatte. Vielleicht hätte sie Diebin besser Verräterin genannt.
Hekate würde sich nur nicht vor Androktas oder sonst wem rechtfertigen. Nicht für die Suche und auch nicht für andere Dinge und Taten oder ihre Interessen. Immerhin stand sie nicht mehr unter Zeus' Fuchtel und würde sich eben nicht gleich wieder unter die eines nächsten stellen lassen.
Androktas schien ihr deutlich zum Vorwurf zu machen, dass sie Interesse an ihm und seinem Leben gezeigt hatte, nicht nur zwecks Ablenkung oder Manipulation, gleichzeitig aber vorzuwerfen, dass sie keine Ahnung von seinen Problemen hatte. Hekate verdrehte die Augen. Männer, immer so Ich-bezogen. Sie selbst hatte ihre Probleme und ihr Päckchen zu tragen, warf das aber nicht gleich jedem vor der fragte oder auch nicht fragte.
"Es gibt viele Wege ans Ziel und sehr unterschiedliche Arten sie zu beschreiten.", sagte sie also nur zu seinem Rücken, während er zielstrebig dem Hund folgte. Vielleicht würde seine Idee sie ans Ziel führen, vielleicht wäre diese Reise dann vorbei und Hekate konnte sich mit ihren Geheimnissen befassen, ohne, dass ihr jemand im Nacken saß, nur weil es ein Geheimnis war. Wie sie die eigenverantwortlichen Zeiten vermisste. Aber damals wäre diese Reise und die dahinter stehende Idee gar nicht nötig gewesen. Aber was man nicht alles tat, um seine Freiheit zurückzuerlangen und letztendlich zu erhalten, nicht wahr?
Trotzdem setzte sie Lyssa und Eris auf ihre Agenda. Er war selber Schuld, dass sie nun neugierig war und schnüffeln würde. Ganz egal, ob die Neugier der Katze Tod war.
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Ein scheinbar endloser Korridor folgte dem nächsten, nach jeder Biegung oder Kreuzung erwartete sie nur die nächste. Es war beinahe schon wie in einer von Tartaros ersonnenen Folter, in der der Schmerz letztlich erst sehr langsam aber unvermeidbar einsetzen würde. Oder wie in diesem lachhaften Labyrinth in dem man einst den Minotaurs festhielt. Bei diesem Gedanken musste Androktas jedoch leise Schmunzeln … oh er hatte die immer wieder kehrenden Versuche der Athener ihre Jungen zu schützen durchaus amüsant gefunden. Zu schade das Asterion letztlich doch zu Fall gebracht worden war. Er hatte ihn immer gemocht, aber wie hätte es auch anders sein sollen? So viel Rausch und Blutvergießen wie es in den ewigen und endlosen Gängen seiner aufgezwungenen Heimstätte gegeben hatte, hätte Androktas auch nichts anderes für den verdammenswerten Asterion empfinden könne, als Sympathie. Was wohl aus ihm geworden war?

Viel Zeit blieb nicht um darüber nachzudenken, selbst wenn Androktas es gewollt hätte, denn kaum das sie um die gefühlt endloseste Biegung gekommen waren da spürte er dank der dünnen Verbindung zu Diebin das sie dem Ziel nahe kamen. Irgendwo einige Meter vor ihnen war einmal vor langer Zeit eine schier unglaubliche Menge an Blut vergossen worden. Eine Hand hebend um Hekate aufmerksam zu machen blieb er regungslos im Gang stehen um zu lauschen. Nicht auf das hier und jetzt sondern vielmehr auf das was sich seiner Natur offenbarte. Das Echo eines Gemetzels nicht kriegerischer Art lockte ihn „Sag mir Hekate … wie handhabten die deinen Opferungen?“ er konnte nicht sagen was es war, aber etwas an diesem Echo war seltsam. Blut war vergossen worden, in einem Gemetzel, aber nicht in einem klassischen Kampf. Das könnte eigentlich nur ein Blutopfer gewesen sein „Komm her meine Schöne und achte auf deine Herrin…“ rief er dann Diebin zurück während er seine Verbindung zu ihr löste. Was auch immer es war, er würde sich den Raum zunächst ansehen bevor er Hekate und ihren Hund dort hinein ließ, denn etwas sagte ihm dass sie womöglich nicht nur das Ziel ihrer Suche, sondern auch einen ziemlich unschönen Ort erreicht hätten.

Also bedeutete Androktas der Göttin zu warten und siehe da, es geschahen wohl wirklich Wunder, denn sie schien zuzustimmen und so betrat Androktas etwas, dass einer doch recht imposanten Grotte glich. Mehrere Meter hoch in den Stein ragend, streckte sich diese Grotte zu beiden Seiten scheinbar ins endlose aus und sogar eine unterirdische Quelle fand ihren Weg … schlängelte sich in sachten Bögen bis zu einem kleinen unterirdischen Teich in dessen Mittel eine Art Plateau zu erkennen war. „Interessante Architektur hier drin…“ erhob er schließlich seine Stimme um Hekate ins Innere des Gewölbes zu holen. Während diese sich nun näherte entzündete Androktas mit seinen Mächten einige der alten Fackeln und augenblicklich wurde offensichtlich, woher diese Untoten gekommen waren. Überall im Erdreich sah man Knochen und Schädel. Ja hier war etwas geschehen, dass wohl niemand je hätte erfahren sollen.
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Schwarze Magie, wie es die Menschen nennen würden. Blutzauber und Verdammung, Verfluchung der übelsten Sorte und alles bezahlt mit den Leben und Seelen von Opfern. Nicht etwa freiwilligen Opfern, wie es sie manchmal durchaus gegeben hatte, wenn der Ausführende ein guter Manipulator voller Überzeugungskraft war, sondern Opfer gegen ihren Willen und mit Gewalt dargebracht. Hekate schüttelte sich angeekelt. Ihr selbst waren auch Opfergaben dargebracht worden. Schwarze Hunde jungen Alters hatten ihr Leben für sie lassen müssen. Aber nicht, weil sie dies eingefordert hätte, sondern eher weil die Menschen der Meinung waren, dass sie diese Opfer verlangen würde oder ihnen dann wohl gesonnener wäre und eher bereit ihnen acht zu geben oder ihre Wünsche zu erfüllen.
Tatsächlich hatten ihr die Öl geringen Kraft gegeben und sie hatte sie für sich nutzen können, aber sie bräuchte sie nicht zwangsweise.Hekate möchte Tiere und bevorzugte sie durchaus den Menschen gegenüber, hatte aber niemals die opfernden Menschen zur Rechenschafft gezogen, wenn sie das Tier schnell und ohne Leid getötet hatten. Teilweise war die Opferung aus Not heraus geboren worden und als ernst gemeinter Preis gegenüber ihrer Macht gedacht gewesen und außerdem hatte es viele Hunde gegeben, die sonst soweiso ertränkt oder verhungert worden wären.
Sie war keine Heuchlerin, die behaupten würde, dass ihr nie geopfert worden war und sie diese Opfer nicht auch angenommen und die Bittstellenden nicht auch belohnt hätte. Heute sah sie das im Kontext der Zeit und würde es in Zukunft nicht dulden, weil das nur Kranken fanatismus fördern würde und nicht unbedingt zu ihrem Machterhalt beitragen würde.
"Jedenfalls anders als das hier.", erwiderte sie, als sie in den Raum trat. "Hier hat jemand versucht mächtige bösartige Magie zu wirken. Schlimmer als Erebos Schatten, was man hier versucht hat zu rufen. Es gibt einen Unterschied zwischen unseren Daimons und tatsächlichen Dämonen und der Kontrolle über solche Wesen. Außerhalb unserer Welt gibt es noch andere Dinge und hier hat jemand mit Macht und Blut versucht Grenzen zu überschreiten, die nicht hätten überschritten werden dürfen.
Hätte es funktioniert, würde das hier ganz anders aussehen.", setzte sie dann hinzu bevor sie sich mit dem Zeigefinger gegen ihr Kinn klopfte. "Ich frage mich, wer dies hier zu verantworten hat und warum niemand etwas davon bemerkt hat. So eine Aktion müsste schon allein als Versuch sehr viel Aufmerksamkeit erregt haben. Vielleicht getarnt durch andere Ereignisse, denn ich habe bisher nichts hiervon geahnt."
Sie sah sich genauer um. Ekel rief das Ganze nicht in ihr hervor, nur Bedauern, waren die Opfer doch qualvoll in den Tod gezwungen worden und ihre Seelen wahrscheinlich für immer verloren.
"Der Schuldige hätte aber nach einem Fehlschlag nicht einfach aufgegeben, dafür ist dieses Werk zu obsessiv, als können wir wohl davon ausgehen, dass er oder sie tot ist, da so etwas nicht noch einmal geschehen ist. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste."
Die Hexengöttin begann sich nach nützlichen Dingen und Hinweisen auf die Identität des Handelnden umzusehen.
Diebin beschnüffelt die Toten, ließ aber davon ab sie fressen zu wollen. Scheinbar roch sie die verflachte Magie.




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